Auch Andreas Fischer (FDP) sprach sich dafür aus, Straftaten schon frühzeitig zu verhindern, anstatt sie härter zu bestrafen. „Es muss von klein auf klar werden, dass Gewalt kein Mittel zur Lösung ist“, sagte er. Strengere Gesetze würden dagegen nur bedingt helfen. Professor Schöch bestätigte Fischers Einschätzung. Nach Erkenntnissen der Kriminalforschung wirkt sich die Höhe der Bestrafung nicht präventiv aus.
Alle Gesprächspartner waren sich darüber einig, dass Killerspiele und Gewaltfilme Kinder und Jugendliche zu mehr Gewalt anregen. Allerdings könne der Konsum allein nicht die Reaktion des Kindes hervorsagen, sagte Professor Fthenakis. Auch sein Kollege aus der Kriminalforschung, Professor Schöch, warnte davor, Amokläufe nur auf Killerspiele zurückzuführen. Vielmehr spiele auch die psychische Stabilität eine entscheidende Rolle.
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