Giovanni Caboto hielt sich von 1497-1499 in Maine auf. Seine Reisen waren die Grundlage für die späteren Territorialansprüche der Briten, so der englische König James I., der Anfang des 17.Jh. das gesamte Territorium Neuenglands beanspruchte.
Als erste Siedlung wurde 1607 Plymouth gegründet. Doch sowohl die englischen als auch die französischen Kolonisierungsversuche scheiterten. Selbst als 1620 J. Mason und F. Gorges vom englischen König das Land geschenkt bekamen, schritt die Besiedlung nicht im gewünschten Tempo voran. 1677 wurde Maine an das Territorium Massachusetts angeschlossen. Erst 1819 wurde Maine wieder ein eigenständiger Staat und beantragte auch sogleich die Aufnahme in die Union. 1820 wurde Maine als 23. Staat in die Union aufgenommen.
Der Name des Bundesstaates leitet sich von der französischen Grafschaft Maine ab. Maine gehört zu den 13 Staaten, die sich als erste von der britischen Krone lossagten und Autonomie und Demokratie erkämpften. Die Streifen in der amerikanischen Flagge stehen für diese 13 Gründerstaaten.
Flächenmäßig ist Maine so groß wie die fünf anderen Neuenglandstaaten zusammen. Hier leben 1,2 Mio. Einwohner - weniger, als im Vergleich mit Maine recht kleinen Rhode Island. Die Algonquin nannten Maine das "Land der gefrorenen Erde".
Das Territorium ist in vielerlei Hinsicht unwirtlich, vor allem das Binnenland. So wundert es nicht, dass auch lange Zeit nachdem der Seefahrer Verrazzano 1524 in Maine landete, vor allem in Küstenähe Lager und Siedlungen errichtet wurden. Auch heute noch sind der Norden und das Landesinnere eine weitgehend menschenleere unberührte Wildnis. Und die lockt mit 5.000 Flüssen und 2.000 Seen, ausgedehnte Wäldern und Bergen, Wanderer, Jäger, Fischer und Kanuten. Auf dem 1.600 m hohen Mount Kathadin beginnt der Appalachian Trail, einer der schönsten aber auch schwierigsten Wanderrouten Nordamerikas.
Mehr als 60 Leuchttürme weisen den Schiffen entlang der 5.500 km langen zerklüfteten Küste den Weg. Sie sind eines der Wahrzeichen von Maine. Den Besuchern weisen sie Weg zu anderen Sehenswürdigkeiten am oder im Meer, zu pittoresken Orten wie Camden oder zum Mount Desert Island mit dem Acadia National Park, dem einzigen Nationalpark in Neuengland.
Maine ist der größte Staat Neuenglands. Seine Hauptstadt ist Augusta, die größte Stadt Portland.
Maine umfasst große Teile des Rumpfgebirgslandschaft der nördlichen Appalachen (Mount Katahdin 1606 m hoch) und ist sehr seenreich. Der reich gegliederten Fjordenküste sind mehr als 1200 meist bewaldete Inseln vorgelagert.
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