Das Buch – Ware oder Kulturgut.
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Was ist ein Buch? Um dieser reichlich philosophischen Frage auf den Grund zu gehen, hatten sich im Forum des Münchner PresseClubs der Verleger und Autor Michael Krüger (Hanser-Verlag), der Schriftsteller Joseph von Westphalen sowie der Geschäftsführer der Random House Verlagsgruppe, Klaus Eck, zusammengefunden. Moderiert wurde die Runde von Dr. Alexander Kissler (Süddeutsche Zeitung). Ganz so philosophisch ging es dann aber doch nicht zu im PresseClub. Vielmehr diskutierte die illustre Runde ganz bodenständig die Zukunft des Buches, dessen Untergang so mancher Kritiker schon kommen sieht. "Das nachhaltigste Kulturgut aller Zeiten ist und bleibt das Buch", zitierte Moderator Alexander Kissler die Figur Zacharias Werner aus dem Theaterstück "Der Narr und seine Frau heute abend in Pancomedia" von Botho Strauß. "Das ist eine Selbstverständlichkeit, die zu hinterfragen ist", meinte Kissler. Denn elektronische Bücher, sogenannte E-Books, machen dem Klassiker aus Papier inzwischen mächtig Konkurrenz. Wenn Literatur sowohl auf Papier gedruckt als auch als E-Book angeboten wird, entscheiden sich inzwischen 35 Prozent der Leser für die digitale Variante, referierte Kissler. Der Internet-Buchhändler Amazon will mit seinem eigenen digitalen Lesegerät namens Kindle den Markt der elektronischen Bücher aufrollen. Andere Elektronikkonzerne wollen auch etwas vom Kuchen abhaben und bieten ebenfalls digitale Lesegeräte an, etwa Sony. Apple will in Kürze sein i-Tablet auf den Markt bringen, das wie ein überdimensioniertes i-Phone aussieht. Text: Presseclub München, Florian Christner |