Grüße aus dem BMW Museum München
Im Volksmund wurde die Isetta auch Knutschkugel oder (wegen der hinten deutlich engeren Spurweite) Schlaglochsuchgerät genannt. Weitere Spitznamen – wegen der ungewöhnlichen Türkonstruktion – waren Halleluja-Auto und Adventsauto, in Anspielung auf das Weihnachtslied "Macht hoch die Tür". Gelegentlich fand sich auch der – allerdings für viele Kleinwagen verwendete – Ausdruck Asphaltblase.
Im Zweiten Weltkrieg war die Produktion von Personenkraftwagen zugunsten der Herstellung von Rüstungsgütern aufgegeben worden. Zu Kriegsende waren die meisten Automobilfabriken zerstört, was übrig war, beschlagnahmten die Besatzungstruppen. Auch BMW in München, wo während des Krieges überwiegend Flugzeugmotoren gebaut wurden, hatte die Fertigungsstätten verloren, denn das Automobilwerk in Eisenach lag in der sowjetischen Besatzungszone und wurde enteignet.
Nach dem Krieg begann die Fahrzeugproduktion bei BMW 1948 mit Motorrädern. Das erste bei BMW nach dem Kriege entwickelte und ab 1952 hergestellte Auto, der als "Barockengel" bekannte BMW 501/502, wurde ein wirtschaftlicher Misserfolg, denn dieser Wagen war mit einem Preis von 15.000 DM (1952) nur für einen kleinen Käuferkreis erschwinglich. Außerdem deckte der Preis nicht die Produktionskosten.
Für viele Leute waren zunächst nur motorisierte Zweiräder erfüllbare Träume, an vollwertige Autos – wie den Volkswagen – war häufig nicht zu denken. Die Lücke dazwischen füllten findige Hersteller mit Rollermobilen (z. B. dem Goggomobil oder dem Messerschmitt Kabinenroller). BMW hatte damals jedoch nur Motorräder und Luxuswagen im Angebot.
Quelle: Wikipedia
|