"Chancen und Möglichkeiten der Fernerkundung für die öffentl. Verwaltung"
Statement Prof. Johann-Dietrich Wörner
Statement Prof. Dr. rer. nat. habil. Stefan W. Dech

16.10.2011

"Chancen und Möglichkeiten der Fernerkundung für die öffentliche Verwaltung"

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich hat das 1. Strategie-Forum "Chancen und Möglichkeiten der Fernerkundung für die öffentliche Verwaltung" am 13./14.10.2011 eröffnet.

Die Veranstaltung wird vom Bundesinnenministerium gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und dem Bundesamt für Kartographie und Geodäsie (BKG) durchgeführt. Im Rahmen der zweitägigen Veranstaltung diskutierten rund 150 hochrangige Vertreter aus der Bundes- und Landesverwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft am DLR-Standort Oberpfaffenhofen über die Chancen einer intensiven Nutzung von Fernerkundungsdaten für eine innovative öffentliche Verwaltung. Das Bundesministerium des Innern setzt sich als koordinierendes Ministerium im Geoinformationswesen auf vielen Ebenen für eine Förderung des Wissens über die Potentiale der Fernerkundung ein. In diesem Zusammenhang stand auch das hochrangige Strategie-Forum

"Chancen und Möglichkeiten der Fernerkundung für die öffentliche Verwaltung",

das vom 13. bis 14. Oktober 2011 unter der Schirmherrschaft von Bundesinnenminister Dr. Friedrich am DLR-Standort Oberpfaffenhofen stattfand.
Die Fernerkundung bietet durch Satelliten, Luftbildkameras und Spektrometer die Möglichkeit, große Gebiete in hoher zeitlicher und räumlicher Auflösung zu beobachten und aktuelle Informationen, etwa über ein Schadensgebiet, zu gewinnen. Dies ist insbesondere im Bevölkerungsschutz, in der Katastrophenhilfe und im Sicherheitsbereich von entscheidender Bedeutung. Aber auch für andere Aufgabengebiete der öffentlichen Verwaltung bieten diese Informationen einen großen Erkenntnis- und Effizienzgewinn. So können weltraumgestützte Sensoren eingesetzt werden, um Klimaphänomene zu beobachten, besonders sonnige Standorte für Solaranlagen zu identifizieren oder Landnutzungsveränderungen aufzuzeigen.

In seiner Eröffnungsrede hob Bundesinnenminister Dr. Friedrich die Bedeutung des Strategie-Forums als erste verwaltungsorientierte Veranstaltung zum Thema Fernerkundung hervor: "Die Veranstaltung wird einen wichtigen Beitrag dazu leisten, der Verwaltung die vielfältigen Chancen dieser Technologien vor Augen zu führen. Wir stehen hier erst am Anfang einer Technik, die ein enormes Entwicklungspotential hat. Dieses müssen wir auch in der täglichen Arbeit unserer Verwaltung nutzen. Die Fernerkundung wird zu einer tragenden Säule eines aktuellen Geoinformationswesens und damit für die mobile Wissensgesellschaft unerlässlich."

Prof. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR, betonte in seiner Rede die Notwendigkeit der Etablierung stabiler Mechanismen: "Das DLR ist sich seiner Verantwortung als Großforschungseinrichtung für die Erdbeobachtung in Deutschland bewusst und möchte, dass gemeinsam mit der Politik stabile Mechanismen etabliert werden – von der Erstellung der Daten und deren zielgerichteter Auswertung bis hin zur Archivierung. Dies kommt allen Menschen in unserem Land zugute."

Im Anschluss an seine Eröffnungsrede besuchte Bundesinnenminister Dr. Friedrich gemeinsam mit Prof. Johann-Dietrich Wörner und dem Präsidenten des BKG, Prof. Hansjörg Kutterer, das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI). Das ZKI liefert seit über sechs Jahren weltweit hoch angesehene fernerkundungsbasierte Kartenprodukte, die von Bundesbehörden u.a. nach den schweren Erdbeben in Haiti und Japan zur Einsatzplanung eingesetzt wurden. Das BKG nutzt als zentraler Dienstleister des Bundes für Geoinformationen Fernerkundungsdaten zur Ergänzung des eigenen Produktportfolios und unterstützt die Arbeit des ZKI mit Geobasisdaten."

Als koordinierendes Ministerium im Geoinformationswesen wird sich das Bundesministerium des Innern auch weiterhin für eine Förderung des Wissens über die Potentiale der Fernerkundung in der Bundesverwaltung einsetzen.

Bundesmisterium des Inneren 13.10.2011

Deutsches Fernerkundungsdatenzentrum (DFD)
Das Deutsche Fernerkundungsdatenzentrum (DFD) ist ein Institut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Standorten in Oberpfaffenhofen bei München und Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern. Zusammen mit dem Institut für Methodik der Fernerkundung (IMF) bildet das DFD das Earth Observation Center EOC – das Kompetenzzentrum für Erdbeobachtung in Deutschland.
Das DFD unterstützt Wissenschaft, Industrie und Öffentlichkeit gleichermaßen. Es stellt mit seinen nationalen und internationalen Bodenstationen den unmittelbaren Zugang zu den Daten nationaler und internationaler Erdbeobachtungssatelliten her, prozessiert die Daten zu Informationsprodukten, verteilt diese an die Nutzer und sichert alle Daten langfristig im Deutschen Satellitendatenarchiv. Mit geo-wissenschaftlichen Arbeiten zur Atmosphären-, Global-Change- und zivilen Sicherheitsforschung erschließt das DFD den Zugang zu Produkten und Lösungen der Fernerkundung und festigt somit deren Anwendung im privatwirtschaftlichen und wissenschaftlichen Umfeld.  Es betreibt themenspezifische „User Services“, insbesondere das Weltdatenzentrum für Fernerkundung der Atmosphäre (WDC-RSAT) und das Zentrum für satellitengestützte Kriseninformation (ZKI).






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